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wortfetzen 2009/2010

wortfetzen finden sich an jeder ecke, oftmals steckt viel geistvolles in dahergesagtem oder auf die schnelle niedergeschriebenem. mehr aus meinem diffusen kopf und einige fundstücke aus der weiten welt.

wie herzerfrischend es doch sein kann, wenn die zunge oder die gedanken auf dem glatteis der intelligenz zu fall kommen!
03.09.2010

Namen und Hintergründe

Namen und Hintergründe Auf Initiative der ADS, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, führen fünf deutsche Großunternehmen die anonyme Bewerbung ein. Gesetzlich ist dies schon lange keine Vorschrift für den Bewerber mehr! Das heißt, aus den Bewerbungsunterlagen geht weder der Name noch das Alter, noch das Geschlecht, noch der Familienstand des Bewerbers hervor. Es gibt natürlich auch kein Bild – ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte! So sollen Diskriminierungen vermieden werden.

Ich weiß aus Erfahrung, dass es geht! Aus einem Michail wird schnell in einer Bewerbung ein Michael. Aus Angaben wie »machte 1951 das Abitur« oder »besuchte das Hildegard-von-Bingen-Mädchengymnasium« oder »seit zwanzig Jahren in ungekündigter Stellung« können ja auch jederzeit alters- oder geschlechtsspezifische Diskriminierungen abgeleitet werden. Am besten schickt man einfach nur ein Fax mit dem Text: »Ich bin gut. Ich will die Stelle. Beste Grüße! N. N., postlagernd«.

Eine Unterdisziplin der Diskriminierungsforschung ist die Namensdiskriminierungsforschung. Die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kaiser hat herausgefunden, dass Kinder mit den Vornamen Kevin, Justin, Chantal oder Mandy am Ende ihrer Schulkarriere schlechtere Bildungsabschlüsse aufweisen als Kinder, die Jakob, Lukas, Sophie oder Nele heißen. Sie führt dies auf Namensdiskriminierung zurück. Der Name Kevin lasse auf eine Herkunft aus der Unterschicht schließen.

Im Interesse der Gerechtigkeit wäre es folglich zu wünschen, dass alle Kinder den gleichen Namen tragen. In Korea heißen ja auch fast alle Kim sowie Singh in einigen religiösen Kreisen ein allgemein gültiger Nachname zu sein scheint. Dies würde aber wieder andere Probleme hervorrufen, zum Beispiel bei der Rückgabe von Klassenarbeiten. Man könnte, wie in den Bewerbungen, die Namen in den Schulunterlagen schwärzen. Man könnte den Kindern einfach Nummern geben, die sie an der Kleidung tragen, was allerdings ungute politische Erinnerungen hervorruft. Als praktikabler Weg erscheint Astrid Kaiser, dass Kinder, die Kevin heißen, ihre Lehrerin direkt ansprechen und sagen: »Ich heiße Kevin. Mein Name weckt bei Ihnen möglicherweise negative Assoziationen. Bitte beobachten Sie mich trotzdem unvoreingenommen.«

Was den Namen Kevin betrifft, gibt es sogar eine eigene Unterunterdisziplin, die Kevinforschung. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Ursprünge der Beliebtheit dieses Namens nicht etwa in Ostdeutschland liegen, sondern in Rheinland-Pfalz. 1998 lebten die meisten Kevins in der Pfalz und im Rhein-Main-Gebiet. Womöglich ist die Ostwanderung des Namens Kevin auf die zeitweilige Beliebtheit des Pfälzers Helmut Kohl im Osten zurückzuführen. Eine gute Aufzeichnung dazu ist zu finden unter http://www.beliebte-vornamen.de/4981-kevin.htm

Mein Vorname findet leider eine sehr sehr durchschnittliche Bewertung der Eigenschaften: http://www.onomastik.com/Vornamen-Lexikon/name_201_Christian.html - Vielleicht sollte ich froh sein, dass typische Vornamen selten mit einem Voruteil belegt werden. Doch danach bin ich mehr lustig als ernst, eher intelligent als nicht intelligent usw.

Ein anderer Forscher, der Paartherapeut Clemens Beöthy, untersucht den Einfluss der Namen auf das Paarungsverhalten. In seinem Werk" Heirate niemals einen Udo" weist er nach, dass Männer, die Udo heißen, Bindungsprobleme haben, sie sind flatterhaft wie Udo Jürgens und Udo Lindenberg. Auch Susannes sind in der Bindungskonstanz problematisch. An einem Wolfgang dagegen hat seine Partnerin in der Regel lange Freude. Sogar Wolfgang Joop war viele Jahre verheiratet.

Astrid Kaiser hat ihre Söhne Arvid und Gerrit genannt. Als sie heiratete, hat sie mit ihrem Partner einen Namensvertrag geschlossen, der Partner musste ihr das Namenswahlrecht abtreten.

Was mich betrifft, so ziehe ich aus der Beschäftigung mit Antidiskriminierungs- und Namensforschung folgenden Schluss: Die viel gescholtene These des Politikers Roland Koch, es gebe auch in den Etats für Wissenschaft und Forschung Einsparpotenziale, war nicht ganz falsch.

Inspiriert von: Pigor und Eichhorn - Kevins
P.S.: Ja man könnte fast meinen "facebook" hätte mich so in Beschlag genommen, dass ich nicht mehr zum Schreiben kam... so war es aber nicht!

31.10.2009

in den bergen herrscht wieder die natur

Gerade mal vor 2 Jahren erstrahlte der Winter im modischen Glam und vertrieb schrill die Kälte - lange Pelzmäntel, Goldketten, kniehohe Stiefel, aufgeplüschte Fellmützen... Die Modewelt kehrt zurück, zu dem was den Winter ausmacht. Stärke, Natürlichkeit und Gemütlichkeit! Zeit für Vollbärte, schwere Jacken und bequeme Stiefel, lange Unterwäsche mit animierender Knopfleiste und Karohemden.

Freuen wir uns also auf einen Winter, der viel versteckt... dann gibts auch viel zu entdecken!

29.10.2009

zweckdienliche gesellschaftsform

Aufgrund meiner neugierigen Natur, fühlte ich mich nach dem letzten Urlaub genötigt mich auf einer mir bislang unerforschten Seite anzumelden: Facebook!

Facebook ist zu einem der neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten? Es ist bemerkenswert, wie wenig Anlass Facebook für solche Annahmen wirklich gibt. Wer schon immer gerne Urlaubsfotos herumgezeigt hat, findet dafür auf Facebook eine großartige Bühne. Wem es noch nie etwas ausgemacht hat, in vielen Dingen nicht besonders gut zu sein, kann das hier noch besser und vor viel mehr Publikum vorführen. Also nicht wirklich fotografieren können, sondern nur ein Handy bedienen; über keine wirkliche Urteilskraft verfügen, sondern nur Fan von allem Möglichen sein; nicht wirklich schreiben zu können, sondern nur twittern. Für all diese Formen von Laienteilnahme bietet Facebook Nischen. Man kann sich ständig irgendwo zu einer anderen Gruppe dazustellen, ohne dass sich daraus irgendeine Erwartung oder gar Verpflichtung ergäbe. Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der "neuen Verknüpfungsformen" stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.

Freunde sind schnell gefunden, und ich bin erstaunt über die Leute, die schon über 250 Freunde auf dieser Seite gesammelt haben. Ich weiß, dass man schnell Leute kennenlernt, sich auf solchen Seiten wiedertrifft und auch alte, verlorene Bekannte und Freunde dort entdeckt. Alle verlinken und verknüpfen sich. Aber wen sollte denn die Indienstnahme einer Technologie für die Bereicherung des eigenen Soziallebens noch beschämen, solange es sich nicht gerade um Telefonsex handelt? Die Maxime des Tages heißt schließlich: Vertraue der Schlauheit der Maschinen, bleib aber immer das Gegenteil einer Maschine! Lass dich von Technik beobachten, sei aber einzigartig.

Wer frisch dabei ist, ist für Facebook ein unbeschriebenes Blatt. Man sucht also zunächst nach seinen Bekannten, meldet sich bei diesen und investiert in die magische Währung des Netzes, die Freundschaft. Danach kann dann mit diesen Freunden alles getauscht werden, was das digitale Format hergibt. Hat man herumgestöbert und den einen oder anderen Fastvergessenen gefunden, hat man seinen Teil geleistet.

Es beginnt das endlose Schaulaufen der von Facebook generierten Freundschaftsvorschläge: Wie wäre es mit dem? Oder doch der oder die? Aber warum gerade diese Leute? Erstaunlich dabei ist, dass Facebook dabei schlicht nach gemeinsam benutzten Institutionen sucht " Schule, Universität, Arbeitsplätze, so wie sie jedes Mitglied zuvor brav in sein Profil eingetragen hat: "Du und Musterschüler habt gemeinsam das Gymnasium von Musterstadt besucht!" Ja und? Das gilt schließlich für Tausende. Und wer hat nicht irgendwann einmal studiert? Vielleicht gar an der FU Berlin?

Doch auch die Region der schon Bekannten wird nicht vernachlässigt. Durch den Urlaub habe ich einen Großteil ßsterreicher verlinkt - so erhalte ich dauernd Freundesvorschläge aus Wien und Linz... ich war einmal in Wien und das ist gut 15 Jahre her!

Aber wozu verpflichten zwei gemeinsame Wochen Last-Minute auf Gran Canaria? Im Grunde genommen schon immer zu nichts. Aber seitdem es Facebook gibt, gilt das nicht mehr. Gerade die Leichtigkeit, mit der man jede Freundschaftsanbahnung per Mausklick zurückweisen könnte, ließe eine solche umso taktloser erscheinen. Also lässt man Sven und ebCo. eben rein und teilt schon bald die unvermeidbaren Galerien der Urlaubsfotos, um die es ursprünglich ging. Aber was teilt man sonst noch? Dabei ließe sich gerade hierin durchaus Verbindendes finden: Warum entstehen Freundschaftsanfragen auf Facebook eigentlich nicht auch aus geteilten Ablehnungen? "Ihr seid beide von Soundso als Freunde abgelehnt worden." Oder noch besser: "Ihr habt beide die Freundschaftsanfrage von Soundso zurückgewiesen." Könnte das nicht der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein? Haß verbindet bekanntlich mehr als Liebe!

Aber im Ernst: Man sollte Facebook eigentlich dankbar sein. Schließlich ist der Datenhunger dieser Firma noch relativ bescheiden. Gewiss gibt es Versuche, das gesammelte Wissen stärker für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Schon jetzt wird gewarnt, dass Facebook aus der Kombination meines Suchverhaltens bei Google, meines Bestellungsprofils bei Amazon und meiner Ersteigerungslust bei Ebay ganz andere Verknüpfungen erstellen könnte. Für Werbezwecke ließe sich daraus viel machen. Sollte Facebook aber einmal einen automatisch generierten Freundschaftsvorschlag damit begründen, dass der bei Ebay ständig auf die gleichen Sachen bietet wie ich " dann wäre das vielleicht in der Tat der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Aber es wäre vermutlich auch das Ende von Facebook. Für sein Image der leichten, freundlichen und friedlichen Kuschelecke des Internets braucht Facebook diese Unschuld. Dass man aus all den Spuren, die wir im Internet hinterlassen, ganz andere Dinge tun könnte als uns mit vergessenen Banknachbarn und nichtssagenden Urlaubsfotos zu langweilen, weiß man auch bei Facebook. Dass man aber nicht darf, was die Technologien längst könnten, hat etwas sehr Beruhigendes.

Was versteckt mit diesen Daten unternommen wird, versuche ich zu verdrängen! Doch habe ich immer wieder, ab und zu, den Drang, nach mir selbst zu googlen, um herauszufinden, wieviel Informationen über mich im Umlauf sind, und vor allem was für welche. Ich habe keine Angst, dass mir dies schadet, auch wenn ich mich bei einigen Sachen weit aus dem Fenster lehne, finde ich mich "anständig" und ich stehe hinter allem, was ich selbst über mich finden konnte! Hauptsache authentisch! Und ehrlich gesagt, wäre ich gespannt, für welche Marketing Aktion sich meine Mischung eignen würde: "Sie reisen nach Spanien, sind verheiratet, kaufen Adidas, schauen Buffy, suchen sich selbst.... in ihrem Alter?! Werden sie erwachsen!"

15.02.2009

Größer, länger, öfter

Wenn es um Sex geht, legen Männer zuweilen seltsame Verhaltensweisen an den Tag, Das gilt nicht nur bei den Menschen, sondern auch in der Tierwelt.

Im Vergleich zu seiner Größe ist das Gorilla Männchen nur mit einem Penis von 3 Zentimeter Länge ausgestattet - eine Affenschande... Rekordhalter ist der Elefant mit bis zu zwei Metern Penislänge, der nur vom Finnwal mit phallisch imposanten drei Metern Länge und 30 Zentimetern übertroffen wird. Der Sex bei Moskitos dauert nur 3 Sekunden, Koalos bringen es vor lauter Faulheit gerade mal auf 40 Sekunden... dafür nur 3 Mal im Jahr. Dagegen paaren sich ägyptische Rennmäuse bis zu 100 Mal in der Stunde, um den Nachwuchs zu sichern. Eine Quote, die für Klapperschlangen nicht zu erreichen ist, dauert der Sex immerhin fast 23 Stunden.

Die Natur ist also sehr vielseitig und abwechslungsreich. Und wenn Sie nun denken sollten, Sexpraktiken an sich, seien eine Erfindung der menschlichen Fantasie...FALSCH.

Das Storchenmännchen springt von hinten auf das Weibchen, dabei muss er mit den Flügeln das Gleichgewicht halten - Kamasutra.

Plattwürmer veranstalten durch Penisfechten ein Sex-Rollenspiel der besonderen Art. Als Zwitterwesen darf der jeweilige Sieger das andere Tier besamen - Rollenspiele.

Das Listspinnen-Männchen stellt sich tot, um das Weibchen dann blitzschnell zu begatten. Da Spinnenmännchen nach dem Sex ganz reell der Tot droht, kickt das Wolfsspinnenmännchen seine Gefährtin durch die Luft und rennt um sein Leben - Sado-Maso.

Die Afterflosse männlicher Buntbarsche sieht so aus wie die Eier, die das Weibchen nach dem Laichen im Maul behält. Sobald dieses nach den vermeintlichen Eiern vor ihr schnappt, spritzt das Männchen ihr sein Sperma ins Maul - Oralsex.

Bei anderen Praktiken fällt mir leider kein Vergleich ein - Die Gottesanbeterin verspeist während des Geschlechtsaktes das Männchen komplett oder teilweise.... ostaustralische Mausmännchen verhungern, da sie nur Sex im Kopf haben und das Essen einfach vergessen!

Natürlich auch im Tierreich zu finden, die Homosexualität. Bei mehr als 450 Spezies haben Forscher mittlerweile homosexuelle Verhaltensweisen beobachtet. Drei Viertel aller männlichen Tümmler (Flipper, Flipper...) leben in gleichgeschlechtlichen Parnerschaften. Dabei sind Homo-Pärchen durchaus auch an Nachwuchs interessiert. Im New Yorker Zoo brütete ein schwules Pinguinpärchen ein Ei aus, das ein anderes Pinguin-Paar nicht mehr wollte.

Also kriegen wir doch nur das abgelegte? Ich hoffe ein kommendes Kinder- und Adoptionsrecht für homosexuelle Paare in Deutschland wird anders aussehen!

02.02.2009

+30 vs. -30

Was verändert sich, wenn man 30 wird... eine oft gestellte Frage:

Beruf

-30
Voll Zukunftsangst blickst du auf den Arbeitsmarkt und fragst dich, was du bloß tun sollst. Machst du eine Ausbildung bei DSDS? Studierst du bei Heidi Klum? Oder kramst du deinen alten Zauberkasten hervor, übst ein bisschen und versuchst dich dann bei Uri Geller einzuschreiben? Alles ist so unsicher - wo heutzutage selbst eine Ausbildung zum Friseur, Floristen oder Flugbegeleiter für die gemeine Großstadt-Homolette keine Garantie mehr auf beruflichen Erfolg bietet!

+30
Nach 23 Semestern Modedesign, 17 abgebrochenen Praktika in verschiedenen Werbe- und Eventagenturen und acht Auslandsaufenthalten in Brandenburg kannst du beruhigt auf eine umfassende Berufsausbildung zurückblicken und entspannt die Vorzüge von HartzIV genießen. Mittlerweile ist dir soweiso klar, dass das mit der Rente nichts wird und wir alle im Alter in Turnhallen leben werden. Falls die Chinesen, denen dann alles hier gehört, welche für uns bauen, nachdem die alten von all den verheerenden, durch die Erderwärmung ausgelösten Monsterstürmen zerstört wurden.

Feiern

-30
Party ist dein Lebensinhalt. Die ganze Woche ist aufs Wochenende ausgerichtet: Wo gehtst du mit deinen Leuten hin? Wie machst du dir die Haare? Welches graue American-Apparel-Shirt ziehst du an? Lauter Fragen , die du dir schon am Montag stellst. Aber weil du viel zu gut aussiehst, um Spaß zu haben, spricht dich dann niemand an. Da bleibt dir doch wieder nur gayromeo, obwohl du da auch bloß andere passive Modemäuschen kennenlernst, die am nächsten Wochenende mir ihren Freunden gehässig über euer schnarchiges Date kichern.

+30
Du hast einiges dazugelernt: Man kann Spaß nicht auf Teufel komm raus erzwingen- außer mit Alkohol und Drogen. Dank deiner reigen Gelassenheit ist dir angenehmerweise auch egal, dass die Leute wie du dich früher angewidert haben. Leute die auf jugendlich gestylt mit debilem Grinsen über die Party torkeln, alles angraben, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und sich selbst für den Allercoolsten halten.

Sex

-30
Sex ist das Allerwichtigste. Er schenkt dir Spaß, Selbstbestätigung und die Fitness, die du im Studio nicht erwirbst - da machst du ja nicht Sport, sondern Design. Das Problem ist nur, dass er oft so enttäuschend verläuft. Nie ist es so toll, wie es auf DVD aussieht, wo keiner aus Versehen pupst oder so aussieht, als ob er einen Schlaganfall erleidet.

+30
Oh je! Es hat sich überhaupt nichts geändert! Du hast wirklich alles versucht: Golfspielen, Städtereisen, schick Essengehen (von wegen Essen sei die Erotik des Alters...), aber nichts konnte Sex ersetzen! Tja - mach aus der Not eine Tugend und fühl dich noch mal wie 17!

20.01.2009

Die Welt ist eine Bühne

Wenn die ganze Welt eine Bühne ist - dann will ich besseres Licht!
Postkartenspruch

09.01.2009

Wenn die guten Vorsätze bald nach Silvester verpuffen

An Silvester knallen nicht nur die Sektkorken, es werden auch viele gute Vorsätze gefasst. Alle Jahre wieder - das moralische Ritual ist nicht totzukriegen. Doch der euphorische Vorausblick schließt den illusionslosen Rückblick mit ein. Wir spüren den quälenden Widerspruch zwischen dem, was wir sein wollen, und dem, was wir sind.

Besonders in der Partnerschaft wird dieser Konflikt überdeutlich, denn nirgendwo sonst werden die an uns gerichteten Forderungen so schonungslos in Stellung egebracht wie hier. Was am Partner besonders nervt, hat jetzt eine Umfrage der GfK Marktforschung ans Licht gebracht. Die unbeliebtesten Eigenschaft ist demnach Sturheit, dann folgen Rechthaberei, Kleinlichkeit, Unentschlossenheit und Eifersucht. Frauen finden besonders die männliche Verschlossenheit verdießlich, Männer dagegen fürchten sich vor nichts mehr als der Redseligkeit ihrer Parnerin.

Ist es da verwunderlich, dass bei einer aktuellen Umfrage der Wellnessagentur Beatuy24 über die häufigsten Vorsätze der Wunsch ganz oben rangiert, dem Partner künftig mehr Zuwendung entgegenzubringen? Einziges Dilemma: Mehr als ein Drittel der Befragten gaben zu, den eigenen Vorsätzen schon bald nach Silvester regelmäßig wieder untreu zu werden.

Gut, dass meine bleigegossene Katze an Silvester aussagt: Sei nicht so eigenwillig!

03.01.2009

Auf ein Neues!

Willkommen in einem Jahr, das nicht nur stürmisch, sondern wahrscheinlich auch an Spannung kaum zu überbieten sein wird. Am Ende werden wir sagen: Gut, dass es vorbei ist -- und dennoch seine facettenreichen Höhen und Tiefen vermissen.

Acht Wahlen fordern den strapazierten Wähler! Deutschland im Taumel von Zahlen und Analysen, zugepflastert von Parolen und Plakaten, medial überheizt von Kommentaren, Mahnungen und Umfrageorgien. Konjunkturdilemma, Klimakollaps und Krisengewittern.

Die Medien krakeelen, die Politiker taumeln, die Börsen krachen und die Benzinpreise hüpfen wie besoffen. Als Teil des Ganzen umschwirren wir wie lichtbesoffene Motten das grelle Licht der Hiobsbotschaften. Wir leiden unter den Gruselszenarien der wöchentlichen Wills, Plasbergs und Illners, erschauern vor den täglichen Nachrichtenspalten, die nie Gutes verheißen, und wundern uns dann, dass wir depressiv, CO2-gefährdet und Merkel-müde sind.

Wir sollten das Leben also so gestalten, das unser inneres Glück unantastbar bleibt!

Belohnen wir uns, wie wir es vermögen! Phantasie ist gefragt: Was erheitert, was schafft Geborgenheit und reproduziert Kraft?

Der SPIEGEL empfiehlt: Glühwein trinken, mit Franzosen ins Bett gehen und keinesfalls an Veronica Ferres denken. Guter Ansatz! Aber vielleicht zu kurz gedacht.

Spätestens in einem Jahr werden wir wissen, wie schlecht schlechte Nachrichten wirklich sein können und ob die guten Nachrichten nur eine Täuschung waren.

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